SARO-lux – Professionelle Beleuchtung für Flure

Wesentliche Aspekte der Flurbeleuchtung

In professionellen Bereichen wie der Bürowelt, den Pflegeeinrichtungen, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen sind die Flure und Korridore längst über ihre ursprüngliche Funktion hinausgewachsen. Der Flur erfüllt als wertvolle Nutzungsfläche in Immobilien heute viel mehr Aufgaben als nur die Verbindung zwischen verschiedenen Räumen herzustellen. Dennoch bleibt der Flur aufgrund der baulichen Voraussetzungen doch häufig eine fensterlose Räumlichkeit mit künstlicher Beleuchtung. Schon deshalb legen die Bauherren und Innenarchitekten immer größeren Wert auf eine Lichtplanung, mit der allen Bedürfnissen und Ansprüchen Rechnung getragen wird.

In diesem Beitrag möchten wir die verschiedenen Aspekte der Flurbeleuchtung behandeln, die in die Planung einfließen. Dazu geben wir einen Abriss über die zu beachtenden Vorschriften und Regelungen. Diese Überlegungen gelten genauso für den Neubau wie für eine Renovierung, bei der schon aus Gründen der Energieeinsparung immer auch eine entsprechende LED-Beleuchtung eingeplant wird. Gleichzeitig sind es die Fortschritte in der Entwicklung der LED-Technologie und der LED-Leuchtmittel, die ganz neue Wege auch für die Beleuchtung der Flure ermöglichen. Der Beitrag richtet sich an interessierte Unternehmer und Bauherren, die sich über die Flurbeleuchtung und die entsprechenden Produkte informieren möchten.

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Funktion und Aufgaben der Flure und Korridore

In jedem Gebäude nehmen die Flure einen relativ großen Anteil der Gesamtfläche ein. Die Kosten für die ständige Beleuchtung der Flure sind ein wichtiger Faktor im Energiehaushalt und entsprechender Sparmaßnahmen. Aber lässt sich denn in einer so entscheidenden Räumlichkeit wie dem Flur überhaupt der Energieverbrauch senken? Natürlich sparen LED-Leuchten bis zu 80% der Energiekosten und senken als langlebige Leuchtmittel im Normalfall auch die Wartungskosten erheblich. Bewegungsmelder zur Lichtsteuerung sind als Teil des Lichtmanagements für viele Flure eine so gangbare wie effektive Lösung. Aber in vielen Fällen beschränkt sich deren Einsatz höchstens auf bestimmte Nachtzeiten mit nur geringem Betrieb. Flure müssen in ihrer Funktion sowohl als wesentlicher Bestandteil der Architektur wie als wichtige Erweiterung der Büroräume, Patienten- oder Klassenzimmer angesehen werden. In den folgenden Absätzen führen wir zur Anregung nur die wichtigsten Funktionen und Aufgaben der Flure in verschiedenen Nutzungsformen auf. Die genaue Zusammenstellung und damit Berücksichtigung in der Lichtplanung bleibt immer dem Einzelfall mit all seinen Besonderheiten vorbehalten.

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Flure dienen vielen Zwecken

Die Aufgaben der Beleuchtung in Fluren sind so vielfältig wie die unterschiedlichen Zwecke, die sie im jeweiligen Gebäude erfüllen. Der Flur bleibt in allererster Linie eine Verkehrszone, die die Mobilität zwischen den Räumen und der Außenwelt ermöglicht. Gleichzeitig ist der Flur der wichtigste Fluchtweg im Notfall. Die Beleuchtung und Beschilderung der Flure muss also dem Nutzer und Besucher zu jeder Tageszeit und in jeder Situation den richtigen Weg weisen. Das gilt speziell in Hotels, Schulen und vergleichbaren Einrichtungen. Flure stellen die Verbindung zu den Treppenhäusern her, deren Zugang ebenso mit speziellem Licht gekennzeichnet sein muss, wie der Bereich der Treppe selbst. Der Flur mit seiner Beleuchtung markiert von Raum zu Raum auch den Übergang von einer Lichtsituation zur anderen. Lichtplaner berücksichtigen das Phänomen der nötigen Adaptionsleistung, die das Auge beim Übergang vom künstlich beleuchteten Flur in ein vom Sonnenlicht durchflutetes Zimmer zu leisten hat. Flure müssen so klar wie einladend beleuchtet werden.

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Der Flur und der Korridor in der modernen Bürolandschaft

In der modernen Arbeitswelt erfüllen Flure explizit viele weitere Aufgaben als nur die der reinen Verbindung von A nach B. Die Mitarbeiter eines Unternehmens sind längst nicht mehr auf ihren Arbeitsplatz fixiert. Man trifft sich zu kurzen Gesprächen auf dem Flur, geht ein paar Schritte zum Überlegen oder nutzt je nach Bauart bereitgestellte Besprechungszonen. Auf dem Flur werden Kunden empfangen oder Gäste begrüßt. In den Besprechungszonen sollte die Stärke des Lichts aus den Decken- und Wandleuchten nicht der einzige Parameter für die Lichtplanung sein, denn hier können z.B. auch das Wohlbefinden und eine entspannte Atmosphäre von Bedeutung sein. In größeren Bürogebäuden trennen Flure verschiedene Abteilungen und Bereiche durch die Farbgebung wie auch die Beleuchtung. Offene Bürotüren oder Türen aus Glas sind keine Seltenheit.

Die LED-Beleuchtung im Flur sollte also keine großen Unterschiede zur LED-Beleuchtung im Büro herstellen und auch mit gut ausgeleuchteten Besprechungszonen keine Blendeffekte hervorrufen. Im Korridor und Flur finden Arbeitsvorbereitungen statt, es werden Materialien ausgetauscht oder Kaffeemaschinen genutzt. Der Flur ist häufig eine Ansammlung ganz verschiedener Zonen mit unterschiedlichen Ansprüchen an das Licht. So verschieden die jeweilige Beleuchtung in den verschiedenen Zonen auch sein mag, für bestimmte zentrale Aufgaben ist die Herstellung einer hellen und dabei gleichmäßigen Ausleuchtung der gesamten Fläche nötig. Das betrifft vor allem die Unterhalts- und die Grundreinigung, die regelmäßig durchgeführt werden muss, aber auch Inspektionen, Notfälle und dergleichen mehr.

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Flure als Bewegungs- und Begegnungszonen in der Schule

In Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen verbinden die Flure den Eingangsbereich mit den Klassenzimmern und den Treppenhäusern. Dabei stellen sie die wichtigste Grundlage für die Orientierung dar. Flure werden als Warte- und Besprechungsräume genutzt und bieten gleichzeitig eine Menge Informationen und Auslagen. Dunkle Flure erzeugen mit ihrer Tunnelwirkung Ängste, Misstrauen und Unbehagen. Hier sind helle Decken und Wände unerlässlich, um die Reflexion wohl berechnet in die Lichtstärke einfließen zu lassen. Gleichzeitig stellen Flure intensiv genutzte Bewegungszonen dar, die speziell zu Pausenzeiten von einem Moment auf den anderen stark ausgelastet sind. Sowohl im Flur wie in den Treppenhäusern sollte dann jede Einzelheit und jede Treppenstufe besonders gut zu erkennen sein. Junge Schüler sind aufgeregt, abgelenkt und konzentrieren sich besonders in großer Menge nicht auf die Einzelheiten auf ihrem Weg. Daher ist bei der Lichtplanung sowohl auf die Vermeidung von langen Schatten wie von Blendeffekten zu achten. Je nach Bauweise der Treppen kann es auch nötig sein, die einzelne Treppenstufe zu beleuchten. Wie in allen anderen Fluren reicht eine Beleuchtungsart wie zum Beispiel durch Deckenleuchten keineswegs aus. In den Schulen sind die Flure häufig am Rand des Gebäudes eingeplant, so dass zu passender Tageszeit mit einem starken Lichteinfall durch die Fenster gerechnet werden muss. Diesen gilt es mit einer entsprechend variablen Beleuchtung auszugleichen, die dann erst bei Dunkelheit im Herbst und Winter ihre volle Stärke entfaltet. Zudem zählen in der Schule fast noch mehr als in anderen Institutionen die gestalterischen Aspekte und das Design. Hier kann das Licht maßgeblich dazu beitragen, dass z.B. Bildergalerien und andere Ausstellungsgegenstände gewürdigt werden und abwechslungsreiche Akzente setzen. Zur Energieeinsparung sind Bewegungsmelder für die Flurbeleuchtung unerlässlich. Ebenso wie in der Arbeitswelt werden jedoch an die Begegnungsflächen andere Ansprüche gestellt. Hier herrscht idealerweise ein Licht, das eine entspannte Stimmung verbreitet, um die Besprechung ggf. schwieriger Themen zu erleichtern.


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Flure in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

In Pflegeeinrichtungen findet ein wichtiger Teil der Arbeitsvorbereitung, der Essensausgabe und der Medikamentenversorgung auf dem Flur statt. Schon deshalb gehen die Anforderungen und Vorschriften für Flure in Krankenhäusern über die üblichen Maßstäbe hinaus. Während für normale Verkehrswege 100 Lux als Norm gelten, sind in solchen Einrichtungen 200 Lux anzusetzen. Gerade im Pflegebereich spielt die oben erwähnte Funktion der Adaptionsleistung zwischen dem Licht des Flurs und dem der Zimmer mit ihren häufig großen Fenstern ein gewichtige Rolle. Das gilt noch mehr für die stark beleuchteten OP-Bereiche. Während der Leuchtdichteunterschied zwischen unterschiedlich beleuchteten Räumen höchstens 1:10 und eher weniger betragen sollte, werden auf den Fluren mit OP-Sälen 300 Lux als Minimum für die Lichtstärke empfohlen, um dieses Verhältnis deutlich zu verbessern. Dazu siehe auch das Kapitel “Vorschriften für die Beleuchtung in Fluren” weiter unten. In Krankenhäusern und Pflegeheimen werden in den Fluren auch Patienten transportiert oder für die Reinigung “zwischengeparkt”. Gerade für liegende Patienten spielt eine entblendete Beleuchtung bei den Deckenleuchten und Wandleuchten eine große Rolle. Für den Transport muss verstärkt auf eine indirekte Beleuchtung geachtet werden, da bei entsprechender Neigung der schnelle und rhythmische Wechsel von direkten Lichtquellen epileptische Anfälle auslösen kann. Gleichzeitig dient der Flur als Besprechungsraum für die Behandelnden oder als Begegnungsstätte für Besucher und Patienten. Aufgrund der speziellen Situation ihrer Nutzer sollten gerade die Flure in solchen Einrichtungen einladend und freundlich gestaltet werden, um den Patienten oder zu pflegenden Personen zumindest optische Stimmungsaufheller zu bieten. Ein gut geplantes Licht liefert hierfür die wichtigste Grundvoraussetzung.

Sowohl in der Bürowelt wie in den Schulen und Krankenhäusern ist ein stromunabhängiges Notlicht eine notwendige bzw. vorgeschriebene Lichtversorgung, die ein sicheres Verlassen des Gebäudes ermöglicht. Die Sicherheitsbeleuchtung muss darüber hinaus Ausgänge, Treppen und Stufen so beleuchten, dass sie auch bei völliger Dunkelheit zu finden sind.


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Das wohltemperierte Licht auch für die Flure

Was sich bei der Beleuchtung von Büroarbeitsplätzen, Klassenräumen und Krankenzimmern durchsetzt, darf für den Flur ebenso in Anspruch genommen werden. Die Erkenntnisse aus den Prinzipien des Human Centric Lighting gelten im gesamten Gebäude. Die biologische Uhr von Mitarbeitern, Schülern oder Patienten läuft weiter, auch wenn sie den Raum verlassen. Mit dem Human Centric Lighting wird dem je nach Tageszeit unterschiedlichen Aktivitätslevel der Menschen Rechnung getragen. Durch die Lichttemperatur, also der Lichtfarbe und der jeweiligen Lichtstärke steuern bestimmte Rezeptoren im Auge über das Hirn das Hormonlevel des Menschen. Ein stets helles kaltweißes Licht mag zwar für eine Weile die Konzentration und die akzentuierte Form der Wahrnehmung von Gegenständen fördern.

Sind die Menschen dieser Art Licht jedoch über den ganzen Tag und auch in der Nacht ausgesetzt, gerät der innere Fahrplan durcheinander. Ähnliches gilt für ein dauerhaft warmes Licht mit “gemütlicher” Wirkung. Der nötige und ganz natürliche Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung unterbleibt, und stressbedingte Probleme wie ein gestörtes Schlafverhalten und ein geschwächtes Immunsystem sind die Folge. Das gilt auch für die Beleuchtung im Flur. Heutige LED-Wandleuchten und Deckenleuchten lassen sich mit einer automatischen oder manuellen Steuerung ausstatten, die den jeweiligen Bedürfnissen der Nutzer entgegenkommt, ohne dass deshalb die eigentlichen Funktionen und Aufgaben beeinträchtigt würden. Dieses Human Centric Lighting, mithin auf den Menschen zentrierte Licht, strahlt z.B. am frühen Morgen und Vormittag ein eher kühles weißes Licht mit 4.000 Kelvin und mehr aus und wird nach und nach gegen Abend mit dem Stand der Sonne auf einen wärmeren Ton um die 3.000 Kelvin abgesenkt.

Solche Unterscheidungen haben u.a. Auswirkungen auf die Ausschüttung der Hormone Cortisol und Melatonin. Die Herzfrequenz, der Blutdruck und damit die allgemeine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit passen sich den jeweiligen Lichtverhältnissen an. Gleichwohl kann mit einer manuellen Steuerung das Licht für bestimmte Phasen oder Zwecke angepasst werden. So erleichtert es mit einer Art Lichtdusche in der Zeit nach dem Mittagessen die Rückkehr in eine wache Arbeitsatmosphäre oder sorgt für entspannte Verhandlungen oder eine konzentrierte Wachheit in Kreativphasen. Wer seinen Mitarbeitern, Patienten oder Schülern dieses wohltemperierte Licht zukommen lässt, sollte in den Fluren für eine ähnliche Variabilität sorgen. Ansonsten müssen die Augen der Nutzer beim Wechsel vom Büro oder Klassenzimmer in den Flur jedes Mal große Adaptionsleistungen vollbringen.


Flure stellen für den Lichtplaner eine komplexe Herausforderung dar

Alle diese Funktionen und Aufgaben der Flurbeleuchtung durch LED-Leuchten übersteigen zusammengezählt die Ansprüche an die Arbeitsplatzbeleuchtung oder selbst die sorgsam geplante Beleuchtung des Multifunktionsraums bei weitem. Bei all diesen Betrachtungen sind die baulichen Voraussetzungen der Flure noch gar nicht berücksichtigt. Es mag also kaum verwundern, dass die Lichtplanung für komplexe Flure und Korridore einen relativ großen Anteil am Planungsaufwand einnehmen kann. Doch genau wie die Arbeitsplatzbeleuchtung ist die gut geplante und realisierte Beleuchtung der Flure ein entscheidender Bestandteil für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Nutzer sowie der Garant für den reibungslosen Ablauf aller Prozesse der jeweiligen Einrichtung. Der Übergang vom Flur zum Treppenhaus und die Beleuchtung des Treppenhauses selbst stellt ein eigenes Kapitel der Lichtplanung dar, in dem es insbesondere auf die jeweiligen Vorschriften zu achten gilt.

Vorschriften für die Beleuchtung in Fluren

Alle an der Lichtversorgung beteiligten Personen haben in Deutschland ein ganzes Sammelsurium an Vorschriften, Regelungen und Normen zu beachten, wenn es um die Beleuchtung von öffentlich genutzten Gebäuden und ihren Fluren geht. Damit sind sowohl die Bauherren, Lichtplaner wie die Innenarchitekten und auch die Installateure betroffen. Viele der oben genannten Anforderungen an ein “gutes Licht” finden ihre Entsprechung in den Regelwerken, andere lassen sich nur mit Mühe mit den geltenden Vorschriften in Einklang bringen. Dabei kann es durchaus passieren, dass verschiedene Regeln einander widersprechen. In der zu beachtenden Rangreihe auch für die Flurbeleuchtung stehen Gesetze z.B. aus dem BGB über den Verordnungen der Exekutive für einen unbestimmten Personenkreis. In Fragen der Beleuchtung gelten neben anderen die “Arbeitsstättenverordnung – Beleuchtung” und die “Technischen Regeln für Arbeitsstätten”, die zum Schutz der Beschäftigten erlassen werden. Dazu kommt das Regelwerk der gesetzlichen Unfallversicherung und eine Verordnung zum Schutz gegen künstliche optische Strahlung.

Diese Verordnungen stehen wiederum über den Richtlinien und technischen Anweisungen, die von Institutionen für bestimmte Geltungsbereiche herausgegeben werden. Hier gehört der VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V.) zu den wichtigen Institutionen. Die “anerkannten Regeln der Technik” werden von der ASR (Technische Regeln für Arbeitsstätten bzw. Arbeitsstättenrichtlinien ) festgelegt, die die Forderungen der Arbeitsstättenverordnung konkretisiert. Befolgt der Architekt die ASR und hier besonders die ASR 3.4 darf er laut offizieller Verlautbarung zumindest vermuten, dass er die Arbeitsstättenverordnung einhält. Als letztes folgen Normen wie die Deutsche oder Europäische Industrie-Norm, die eher einen empfehlenden Charakter haben. Jede Norm kann allerdings per Verwaltungsakt den Rang einer Vorschrift oder sogar Rechtsgültigkeit erlangen. Im Anhang finden Sie Verweise auf einige der bedeutsamen Normen und Regelungen zur Innenbeleuchtung von Gebäuden*.

Die DIN-EN Normen

Glücklicherweise finden die meisten gesetzlichen und institutionellen Regeln ihren Niederschlag in typischen DIN-Normen wie der DIN-EN 12464-1 (Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen) und der DIN 5034 (Tageslicht in Innenräumen). Beachtet werden müssen jedoch auch die Energiesparverordnung mit zugehörigen DIN-Normen wie die DIN V 18599. In solchen Normen und Vorschriften sind einige der von uns aufgeführten Empfehlungen sogar ausdrücklich vermerkt. Im folgenden Absatz möchten wir die Diffizilität der Verordnungen und  Normen nur an wenigen Beispielen verdeutlichen.

Plastische Wahrnehmung

Die zylindrische Beleuchtungsstärke ergibt sich aus der vertikalen Beleuchtung auf einer gewissen Höhe im Raum. Dazu kommen Empfehlungen für das Maß der plastischen Wahrnehmungsfähigkeit. Diese ergibt sich aus einer Mischung von diffusem und gerichtetem Licht bzw. dem Verhältnis zwischen horizontaler und zylindrischer Beleuchtungsstärke. Messungen ergeben, das in einem Intervall zwischen 0,3 und 0,6 die betrachteten Objekte weder zu schattig-ausdrucksvoll noch als zu flach und nichtssagend eingestuft werden. Auch in den Fluren sollten Mehrfachschatten grundsätzlich vermieden werden. Diese ergeben sich z.B. aus punktförmig gerichtetem Licht aus verschiedenen Quellen wie z.B. Strahlern.

Wände und Decken

So werden in der DIN-EN 12464-1 Mindeststärken für Decken- und Wandleuchten festgeschrieben wie auch die jeweilige Reflexionsfähigkeit einbezogen. Während die Deckenleuchten mindestens 30 Lux abgeben sollten, sind bei den Wandleuchten 50 Lux vermerkt. Dabei sollten die Reflexionsgrade für eine diffus reflektierende Oberfläche für die Decke bei 0,7 – 0,9 und für die Wände bei 0,5 – 0,8 liegen.  Für Begegnungszonen wie auch für Sitzgruppen gelten für die LED-Wandleuchten, Deckenleuchten oder Stehleuchten höhere Beleuchtungsstärken und weitere Aspekte. Dazu gehört die aufgrund der Kopfhöhe der Sitzenden unterschiedliche zylindrische Beleuchtungsstärke.

Der Leuchtdichteunterschied und die Reflexion

Die angesprochene Adaption zwischen Flurbeleuchtung und Zimmerbeleuchtung wird durch einen zu hohen Leuchtdichteunterschied erschwert. Wird der Unterschied zu groß, tritt eine physiologische Blendung ein, die das Sehvermögen messbar herabsetzt. Dieser Leuchtdichteunterschied spielt ebenfalls bei der Reflexion und damit möglichen Blendung bei Wandleuchten und Deckenleuchten im Flur eine Rolle. Für sie gelten daher Abschirmmaßnahmen, die durch einen sogenannten Mindest-Abschirmwinkel zwischen 15 und 30 Grad erreicht werden, damit das Auge nicht in direkten Kontakt mit der Lichtquelle gerät. Im Unterschied zur physiologischen Blendung sagt die psychologische Blendung UGR-L (Unified Glare Rating Limit) etwas über die empfundene Blendwirkung aus, die auf lange Sicht zu Ermüdung oder Kopfschmerzen führen kann.

Einige spezifische Anforderungen der Beleuchtung an Flure und Korridore

Je nach Nutzergruppe verzeichnet die DIN-EN 12464-1 größere Unterschiede in den lichttechnischen Anforderungen an die Wand und die Decke der Flure. So sind verständlicherweise in Alten- und Pflegeheimen höhere Werte für die Beleuchtungsstärke und andere Werte empfohlen bzw. vorgeschrieben. In Fluren gelten 300 Lux, während vor den Aufzugstüren die Stärke sogar auf 500 Lux angehoben werden soll. Die mögliche Blendung darf (wie bei der Arbeitsplatzbeleuchtung) 19 UGR-L nicht überschreiten. Auch die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung und die Farbwiedergabe stellt mit 0,6 U (U-0 als Quotient von maximaler und minimaler Lichtstärke) und 80 Ra höhere Ansprüche als im Büroflur.

Gesundheitseinrichtungen

In Gesundheitseinrichtungen generell schwankt die geforderte Beleuchtungsstärke in den Fluren auf Bodenhöhe zwischen 50 Lux in der Nacht und 200 Lux für Flure mit Mehrfachnutzung wie z.B. den Warteräumen. Über Tag werden 100 Lux als ausreichend betrachtet. Die Blendung darf sogar einen hohen Wert von 28 erreichen, die Gleichmäßigkeit und Farbwiedergabe sind mit 0,40 und 40 auch eher als bescheiden anzusehen. Das ändert sich schon für die Reinigung, bei Fluren mit Mehrzwecknutzung und den Warteräumen. Hier soll die Farbwiedergabe mit 80 Ra einen für hochwertige LED-Leuchtmittel durchschnittlichen Wert erreichen, während auch die Blendung mit 22 niedriger ausfallen muss. Für die zylindrische Beleuchtungsstärke werden mindestens 50 Lux mit einer Gleichmäßigkeit von mindestens 0,10 auf der jeweiligen Kopfhöhe sitzender oder stehender Personen verlangt. In Besprechungsbereichen steigt dieser Wert auf mindestens 150 Lux an.

Bürogebäude

Diese Werte entsprechen übrigens exakt den Angaben für die Flure in Bürogebäuden. Hier wie dort gilt zudem, dass Decke und Wand in bestimmten Bereichen heller ausgestaltet werden müssen. Hier sollen die Beleuchtungsstärken und damit auch die Reflexion auf großen Flächen Werte von mehr als 75 Lux mit einer Gleichmäßigkeit von mindestens 0,10 an der Wand und mehr als 50 Lux an der Decke erreichen. In allen Arten von Fluren kommt den Oberlichtern für die Modellierung, also der plastischen Wahrnehmung zwischen Schattigkeit und Flachheit eine wichtige Aufgabe zu. Sie sollen in regelmäßigen Abständen angeordnet sein und dem generell empfohlenen Wert zwischen 0,30 und 0,60 entsprechen.

Zusammenfassung wichtiger Faktoren

Wenn man die Empfehlungen aus dem ersten Teil des Beitrags mit diesem nur kleinen Auszug aus den Vorschriften im zweiten Teil abgleicht, erhält man einen guten Eindruck von den Leistungen, die einer guten Lichtplanung allein schon für die Flurbeleuchtung abverlangt werden. Mit dieser kurzen Zusammenfassung wollen wir die verschiedenen angesprochenen Aspekte kurz und griffig auflisten.

Die Flurbeleuchtung als Kostenfaktor
Der Flur als Multifunktionsraum
Die Flurbeleuchtung generell

Die Flurbeleuchtung als Kostenfaktor
Eine LED-Beleuchtung als Leuchtmittel fungiert als Garant zur Energieeinsparung bis zu 80%. Die LED-Leuchtmittel tragen mit ihrer unerreichten Zahl an Schaltvorgängen und ihrer Lebensdauer auch zur Senkung der Wartungskosten bei. Wenn möglich, sind Bewegungsmelder zur Lichtsteuerung ein unverzichtbarer Teil des Lichtmanagements.

Der Flur als Multifunktionsraum
Flure sind als Erweiterung der Büroräume, Patienten- oder Klassenzimmer zu verstehen. Daher sollte die nötige Adaptionsleistung über den Leuchtdichteunterschied minimiert werden. Blendungs-Effekte müssen ausgeschlossen werden.
Besprechungszonen, Wartebereiche oder Ruhezonen benötigen eine angepasste Beleuchtungsart, die z.B. eine entspannte Wohlfühlatmosphäre herstellt. Dabei spielt die zylindrische Beleuchtungsstärke eine besondere Rolle.
Das Licht aus LED-Wandleuchten und Deckenleuchten, einzelnen Spots oder LED-Einbauleuchten kann maßgeblich dazu beitragen, dass Bildergalerien und andere Designelemente gebührende Aufmerksamkeit erhalten.
Die Erkenntnisse aus den Prinzipien des Human Centric Lighting benötigen für Flure und Räume eine gesonderte Planung. Hier stehen sowohl die jeweilige Steuerung wie auch die ggf. nötigen Adaptionsleistungen im Vordergrund.

Die Flurbeleuchtung generell
Der Flur ist in allererster Linie eine Verkehrszone zur Mobilität zwischen Räumen und Außenwelt. So muss der Flur als Fluchtweg über eine entsprechende Notbeleuchtung an der Wand und ggf. auf dem Boden verfügen.
Es bestehen größere Unterschiede in den lichttechnischen Anforderungen an Flure je nach Nutzergruppen und Gebäude. Diese finden sich z.B. in der DIN-EN 12464-1.
Jederzeit sollte eine helle und dabei gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Fläche möglich sein, um z.B. Reinigungsvorgänge durchzuführen. Ähnliches gilt für die intensive Nutzung als Bewegungszone in der Pause oder im Notfall.
Spezielle Beachtung verdienen Übergänge, Winkel und andere bauliche Besonderheiten. Überlange Flure können per Beleuchtung in verschiedene Zonen unterteilt werden. Akzentuierung liefert Abwechslung für das Auge des Betrachters.
Bei Deckenleuchten und Oberlichtern ist sowohl auf Blendfreiheit wie auch auf die der plastische Wahrnehmungsfähigkeit zu achten. Mehrfach-Schatten an der Wand oder auf dem Boden sollten vermieden werden.
Das jeweilige Leuchtdichteverhältnis zwischen Flur und Räumen entscheidet mit über die mögliche psychologische Blendung.

Die Lichtlösungen von SARO-lux

Der Leuchtenhersteller SARO-lux mit Stammsitz bei München überzeugt mit innovativen Lichtlösungen und den modernsten LED-Leuchten für den B2B-Bereich. In vielerlei Projekten in Deutschland unterstützt SARO-lux Architekten und Lichtplaner tatkräftig bei ihrer Arbeit. Machen Sie sich selbst ein Bild von unseren Leistungen bei Projekten im Bildungsbereich, im Gesundheitsbereich oder in Bürogebäuden. In der eigenen Fertigung in Arnsberg im Sauerland sind 50 hochqualifizierte Mitarbeiter damit beschäftigt, per 3D-CAD-Modellen, Reflektor-Entwicklungen und dem entsprechenden Prototypenbau projektbezogene Lösungen für LED-Leuchten mit unterschiedlichster Funktion, Form, Ausstattung und dem jeweils verlangten Design zu entwerfen und herzustellen. Unser Serien- bzw. Standardprogramm bietet klassisch elegante LED-Leuchten für alle Zwecke. LED-Einbauleuchten, LED-Wandleuchten, LED-Deckenleuchten und die LED-Pendelleuchten als Produkte mit einem neutralen Design finden ihren Einsatzort in öffentlichen Einrichtungen wie in privaten Unternehmen. Unsere Stehleuchten sind in besonderem Maße auf die Bedürfnisse am Arbeitsplatz ausgerichtet.

Zur Produktübersicht

Human Centric Lighting und Bluetooth Steuerung

Die moderne LED-Beleuchtung verbindet die Leistungs- und Wandlungsfähigkeit neu entwickelter LED mit den Erkenntnissen der Lichtforschung genauso wie mit den Vorteilen der verschiedensten Formen manueller oder automatisierter Steuerung. So lassen sich die oben erwähnten Ansprüche aus dem Human Centric Lighting ohne weiteres auf die LED-Leuchten aus unserer Produktion anwenden, in dem sich das LED-Licht sanft der jeweiligen Tageszeit entsprechend ausrichtet. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter fit und aktiv in den Tag starten und entspannt in den Feierabend ziehen. Dabei kann die Steuerung einzelner LED-Leuchten oder beliebiger Leuchten-Gruppierungen über ein Bluetooth-Netzwerk via App von jedem Ort der Welt aus vorgenommen werden. Vorprogrammierte Beleuchtungsszenarien und eine automatisierte HCL-Abstimmung übernehmen die Routineaufgaben. Einzelne Sonderschaltungen werden ganz nach Belieben manuell vorgenommen. Bereiten Sie das Licht in Ihrem Konferenzraum per Knopfdruck auf eine brisante Verhandlung vor, oder aktivieren Sie per Lichtdusche die Teilnehmer am Kreativmeeting nach dem Mittagessen. In jedem Fall sparen Sie sich mit dieser Bluetooth-Netzwerksteuerung die kostspielige Steuerungszentrale früherer Tage.

Hintergründe des Human Centric Lightning

Automatisch optimales Licht mit größter Wirtschaftlichkeit

Modernes Lichtmanagement stellt einerseits den Mitarbeiter in den Vordergrund und sorgt andererseits für eine möglichst energiesparende Nutzung aller Beleuchtungsmöglichkeiten. Mit der swarm-Light Funktion in unseren LED-Leuchten bzw. dem LED-Leuchten-Netzwerk lässt sich das Licht in einem Großraumbüro nach Bedarf steuern. Dabei wird mit swarm-Light z.B. allein bei der Annäherung eines Mitarbeiters an seinen Arbeitsplatz automatisch eine Beleuchtung hergestellt, die alle räumlichen Aspekte mit einbezieht. Die zugeschalteten Leuchten sorgen für für die BAP-Beleuchtung am Arbeitstisch, aber binden die Leuchten aus der Umgebung genau so ein, dass die ideale Hintergrundbeleuchtung entsteht. Dabei wird der nötige Energiebedarf auf das vertretbare Minimum reduziert.

LED-Leuchten für den professionellen Einsatz

Neben der Leistungsfähigkeit in Bezug auf die perfekte Beleuchtung und der unbedingten Wirtschaftlichkeit in Bezug auf den Energiehaushalt eines Gebäudes spielen zwei weitere Aspekte in die Auswahl der LED-Leuchten hinein. Der erste Aspekt betrifft die in der Herstellung verwendeten Materialien und die jeweilige Bauweise. Jeder Bauherr wird sich nicht nur aus Gründen reduzierter Wartungsintervalle von der Langlebigkeit der Leuchten wie der Leuchtmittel überzeugen wollen. Sowohl das eloxierte oder anderweitig behandelte Aluminium erfüllt die höchsten Ansprüche an Pflegeleichtigkeit und Haltbarkeit. Die verwendeten LED-Diffusoren und Mikroprismenscheiben z.B. der Deckenleuchten stammen von den besten deutschen Herstellern oder aus eigener Entwicklung. Sie sorgen für eine faszinierende Entblendung, die das Licht wie das originäre Sonnenlicht scheinbar unabhängig von einer einzelnen Quelle im ganzen Raum ausbreitet. Die eingesetzten LED entsprechen dem letzten Stand der Forschung. Ausgelegt auf größte Wirtschaftlichkeit oder größte Lichtleistung sind sie für viele Tausend Schaltvorgänge wie Stunden des Betriebs konstruiert  und im Dauereinsatz bewährt. In der Bauweise entsprechen die Leuchten allen Anforderungen einer perfektionierten Funktionsweise. Die LED-Leuchten sind je nach Wunsch besonders flach konstruiert, lassen sich einfach in Moduldecken und in geschnittene Decken einbauen oder bieten als Stehleuchten am Arbeitsplatz alle gewünschte Variabilität.

Ein Design für Gegenwart und Zukunft

Der zweite Aspekt betrifft den Stil und das Design der LED-Leuchten von SARO-lux. Bei SARO-lux folgen wir klassischen Prinzipien, genauer gesagt den Prinzipien der Chicago School, die später auch beim Bauhaus zu finden sind. Nur, dass bei modernen Business-Leuchten der Leitsatz “Form follows Function” durchaus erweitert verstanden werden darf. Eine LED-Leuchte von SARO-lux darf für sich allein betrachtet durchaus alle Ansprüche erfüllen, die an ein hochwertiges Leuchten-Design heute gestellt werden. Jede Leuchte strahlt in ihrer Erscheinung sowohl schlichte Eleganz wie auch klassische Zeitlosigkeit aus, die auch in nächster Zukunft ihre Zustimmung beim Betrachter finden wird. Wird diese Leuchte jedoch in den Kontext ihrer Funktion eingeordnet, entzieht sie sich an der Wand, der Decke oder am Schreibtisch der Aufmerksamkeit. Ihre Funktion besteht darin, das perfekte Licht für den jeweiligen Bedarf abzugeben. Business-Leuchten sollen die Arbeit und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter unterstützen und nicht durch ihr Erscheinungsbild davon ablenken. Wenn sie sich mit einem so eleganten wie neutralen Stil in nahezu jede Art der Einrichtung einfügen – umso besser. In unserem Verständnis sollen LED-Leuchten in jedem Fall eine Bereicherung darstellen. Dazu haben wir sie entwickelt.

Ihr Kontakt zu SARO-lux

Es versteht sich, dass Sie die Lichtlösungen von SARO-lux für nahezu jede Räumlichkeit beauftragen können, selbstverständlich und gerade auch für die Ansprüche der Flurbeleuchtung. Grundsätzlich gilt, dass wir umso effektiver und wirtschaftlicher arbeiten können, desto früher wir zur Entstehung und Planung eines Projekts hinzugerufen werden. Bitte nehmen Sie für weitere Informationen jederzeit Kontakt zu uns auf.

Kontakt

*Anhang:

Einige Normen und Regelungen zur Beleuchtung in Innenräumen:

  • DIN 5034: Tageslicht in Innenräumen
  • DIN 5035: Beleuchtung mit künstlichem Licht
  • DIN EN 12464-1: Beleuchtung von Arbeitsstätten, Teil 1 – Arbeitsstätten in Innenräumen
  • DIN EN 15193: Energetische Bewertung von Gebäuden
  • DIN SPEC 5031-100: Über das Auge vermittelte, melanopische Wirkung des Lichts auf den Menschen – Größen, Formelzeichen und Wirkungsspektren
  • DIN SPEC 67600: Biologisch wirksame Beleuchtung – Planungsempfehlungen
  • BGR 131: Natürliche und künstliche Beleuchtung von Arbeitsstätten
  • DIN EN 1838: Angewandte Lichttechnik – Notbeleuchtung

Beispiele moderner Leuchten für Professionelle Beleuchtung der Flure

Wand und Deckenleuchte - Pare 1485

Pare 1485 superflach

Pare 1475 High Output Bluetooth

Pare 1475 High Output superflach

Pare 1453

Pare 1453 Human Centric Light

Pare 1376 High Output

Pare 1376 Hight Output

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